Projektbeschreibung

verschiedene Formate, 2016-2019

Die Serie ist inspiriert von Orten, an denen sich urbane Ideen, Techniken und Errungen- schaften überlagern und miteinander konkurrieren. Ein Beispiel dafür ist die Balkanregion, in der historische Bauten und moderne Bürogebäude auf die baulichen Hinterlassenschaften des sowjetischen Brutalismus treffen. Mich interessiert neben den futuristischen Formen, die Wahrhaftigkeit dieser umstrittenen Betonbauwerke und ihre Abgrenzung von der  künstlichen Überästhetik moderner Architektur.
Ich konstruiere Negativformen, die ich später mit Beton ausgieße. Oft werden mehrere fertige Gussteile zu einem Objekt zusammengefügt. Ein intuitiver Prozess, der nicht immer gelingt, dafür aber programmatisch ist.
Denn Artefakte bedeutet nicht nur, dass es sich dabei um handwerklich erzeugte Objekte handelt, sondern möchte auch die Konnotation des störenden Phänomens nahe legen, dass im Stadtraum nicht erwünscht ist:
Artefakte haben eine Anmutung von Architektur, erinnern an Rohbauten und architektonische Fehlschläge haben jedoch keine Funktion, sondern sind eigenständige Objekte – ein Plädoyer für die Unvollkommenheit.

ANDERE PROJEKTE